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Roman
Als wir unbesiegbar waren
übersetzt von Eva Kemper

Hardcover

336 Seiten; 212 mm x 143 mm

2017 Dumont Buchverlag

ISBN 978-3-8321-9841-1

€ 20,60 (incl. MWSt.)
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Besprechung
"Alice Adams [erzählt] die Geschichte von vier Freunden, die sich beim Versuch den richtigen Weg ins Leben zu finden, fast aus den Augen verlieren." Claire Beermann, ZEIT MAGAZIN "Ein schön erzähltes Romandebüt über die Frage, wie sehr man eigentlich Herr seines Schicksals ist." Katharina Wantoch, EMOTION "'Als wir unbesiegbar waren' ist einer dieser Romane, die man früher oder später in einem Ferienhaus finden wird; wenn das Ferienhaus einen Pool hat, dann auch mit aufgequollenen aber durchgelesenen Seiten." Hendrik Heisterberg, GALORE "Alice Adams hat mit 'Als wir unbesiegbar waren' einen berührenden Roman über Freundschaft, Liebe und Treue geschrieben." Bernd Kielmann, BUCH-MAGAZIN "Eine Sommerlektüre mit hohem Unterhaltungswert" Katja Lückert, NORDDEUTSCHER RUNDFUNK "Dieser Roman hat alles, was ein echter Sommer-Wälzer braucht: unerfüllte Lieben, zerbrechende und wiedergefundene Freundschaften und jede Menge Überraschungen im Leben der Protagonisten." Nadine Kreuzahler, FRITZ RBB "Alice Adams hat einen klassischen Sommerferien-Roman geschrieben. Und das ist keinesfalls abwertend gemeint, denn es gelingt ihr, trotz vieler geschilderter Rückschläge im Leben der Vier, immer einen heiteren Grundton zu bewahren." Anne Burgmer, KÖLNER STADT-ANZEIGER "Ein feiner, flott erzählter Roman, in dem der Weizengras-Smoothie genauso Platz findet wie Witze über schwarze Löcher, die Sorge um ein behindertes Kind und stilles Glück." Ingrid Mylo, BADISCHE ZEITUNG "Ein feiner Sommerroman über Freundschaft." Martina Sulner, LÜBECKER NACHRICHTEN "[Es] bleibt einiges unerzählt, und doch entfaltet die Autorin in diesem Debüt vier grundverschiedene, schlüssige Biografien." Tina Rausch, BUCHSZENE.DE "Ein berührendes Buch - und eine beruhigende Lektüre für alle, deren Leben auch nicht immer geradlinig verläuft." Katharina Wantoch, PSYCHOLOGIE BRINGT DICH WEITER

Langtext
An der Universität sind Eva, Benedict, Sylvie und Lucien unzertrennlich. Als sie Ende der Neunzigerjahre ihr Studium beenden, glauben sie sich am Beginn eines aufregenden Lebens. Die Welt wird für sie nur das Beste bereithalten. Eva plant eine Karriere im Finanzbusiness. Sie will sich sowohl von ihrem Vater, einem bekennenden Sozialisten, als auch von ihrer unerwiderten Liebe zu Lucien befreien. Benedict verschreibt sich der Wissenschaft und hofft weiterhin, Eva für sich zu gewinnen - auch wenn er nicht so genau weiß wie. Die Geschwister Sylvie und Lucien dagegen streben vor allem eines an: ein freies Leben ohne Verpflichtungen und Verantwortung. Doch im Laufe der Jahre sehen die Freunde sich nur noch sporadisch, alle vier sind damit beschäftigt, ihre Träume und Pläne, die das Leben zu vereiteln scheint, zu retten. Zerbrochene Beziehungen und verhinderte Karrieren bringen sie schließlich wieder zusammen, jedoch ganz anders, als sie es sich vorgestellt hatten. Alice Adams hat mit 'Als wir unbesiegbar waren' einen berührenden Roman über Freundschaft, Liebe und Treue geschrieben.

Die unterschiedliche Entwicklung vierer Freunde 07. August 2017
von leni
Auf das Buch aufmerksam wurde ich durch das wundersch?ne Cover! Es sieht so sommerlich und unbeschwert aus. Doch man darf sich nicht tauschen lassen, denn die Geschichte ist viel tiefgr?ndiger als das Cover vermuten l?sst. In der Geschichte lernen wir vier Freunde kennen, die nicht unterschiedlicher sein k?nnten. Sie kennen sich seit dem Studium und sind beste Freunde. Wir begleiten sie 20 Jahre lange und lernen die verschiedenen Stationen ihres Lebens kennen. Zun?chst konnte ich mit den Charakteren nicht viel anfangen, je weiter ich jedoch gelesen habe, umso besser konnte ich die einzelnen Charaktere und ihr Handeln verstehen und mit ihnen f?hlen. Eva ist die vern?nftigste und die erfolgreichste. Sie verdient viel Geld an der B?rse. Doch das Erfolg und viel Geld allein nicht gl?cklich machen, muss sie allzu schnell feststellen. Sie ist in Lucien verliebt, der ihre Liebe nicht erwidert. Benedict hingegen ist heimlich im Eva verliebt, doch er ist viel zu sch?chtern es ihr zu gestehen. Er wird ziemlich schnell Familienvater und lebt seinen Traum als Physiker aus. Lucien und Sylvie sind Geschwister. Sie sind Freigeister und wollen Karriere in der Kunst machen. Leider funktioniert das das nicht so gut wie erhofft und Sylvie muss sich mit Aushilfsjobs ?ber Wasser halten, w?hrend ihr Bruder in die Drogensucht abdriftet. Die vier verlieren sich im Lauf der Zeit aus den Augen. Ihre Leben verlaufen ganz unterschiedlich und alle m?ssen Entt?uschungen einstecken. Viele Tr?ume sind nicht in Erf?llung gegangen und viele Liebesbeziehungen haben nicht das gehalten, was sie versprochen haben. Auch ihre Herkunft bietet ganz unterschiedliche Voraussetzungen. Als sie sich wiederfinden, reflektieren sie ihr bisheriges Leben und beginnen wieder ?ber neue Ziele zu sinnieren und erkennen, dass man nicht nur seinen nicht in Erf?llung gegangenen Tr?umen hinterherjagen sollte und wie wichtig Freundschaft ist. Alice Adams Schreibstil ist ganz hervorragend! Sie erz?hlt sehr gef?hlvoll die Lebensgeschichten vierer Personen. Dabei schafft sie es alle vier Charaktere ausdrucksstark herauszuarbeiten, sodass man ihre Entscheidungen, ob richtig oder falsch, nachvollziehen kann. Sie verdeutlicht, dass das Leben nicht immer so l?uft, wie man es sich w?nscht und dass Tr?ume auch mal nicht in Erf?llung gehen. Man sollte jedoch niemals aufgeben, aber auch mal mit dem zufrieden sein was man hat. Das Buch hat mir sehr gefallen und ich schlie?e nicht aus ein weiteres Buch der Autorin lesen zu wollen.
Das Hohelied der Freundschaft 25. Mai 2017
von cosmea
?Als wir unbesiegbar waren? ("Invincible Summer") ist der Deb?troman von Alice Adams. Die Handlung setzt im Sommer 1995 ein, als die Freunde Eva, Benedict und Sylvie ihr erstes Studienjahr in Bristol beendet haben. Eva studiert wie Benedict Physik, die talentierte Zeichnerin Sylvie will K?nstlerin werden. Zu der Gruppe geh?rt auch Sylvies Bruder Lucien, der nicht studiert, sondern als Party Promoter und mit dubiosen Gesch?ften seinen Lebensunterhalt verdient. Zwei Jahre sp?ter trennen sich ihre Wege vorl?ufig. Benedict wird auf seinem Spezialgebiet Teilchenphysik promovieren, Eva wird Bankerin bei Morton Brothers in den Docklands. Im Jahr 2000 wandern die Vier noch einmal zusammen auf dem Pilgerpfad nach Santiago de Compostela. Ansonsten lebt jeder sein Leben, ohne dass der Kontakt abrei?t. Der Roman zeichnet 20 Jahre im Leben der Freunde nach (1995-2015) und zeigt dabei, wie Tr?ume zerplatzen, Pl?ne scheitern. Jeder und jede von ihnen erlebt berufliche Fehlschl?ge und das Scheitern von Beziehungen. Nach den hohen Erwartungen kommt f?r alle der tiefe Fall, aber ihre Freundschaft ?berlebt alle Krisen. In der schlimmsten Not sind sie f?reinander da. F?r den ger?hrten Leser wird so deutlich: Freundschaft, Liebe und Loyalit?t sind das Wichtigste im Leben. Eva ist in diesem Roman die Protagonistin. Sie ist jahrelang in den Womanizer Lucien verliebt. Benedict hingegen liebt Eva lange Zeit ohne Hoffnung, ist in den entscheidenden Momenten nicht in der Lage, ihr seine Gef?hle zu offenbaren. Die Figur der Eva basiert im ?brigen auf den Erfahrungen der Autorin, die ebenfalls zeitweise in der City t?tig war. Diese Tatsache erkl?rt das Fachchinesisch einzelner Passagen, z.B. S. 130: ?Ein Kind zu bekommen war, als w?rde man mit Menschheits-Futures long gehen, mit einer Position, die man st?ndig ?berwachen musste und weder hedgen noch gleichstellen konnte.? Alles klar? Ansonsten ist ?Als wir unbesiegbar waren? ein sch?ner, gut lesbarer Roman, nicht unkonventionell oder innovativ, daf?r gef?hlvoll ohne Kitsch, mit einem Schluss, der Hoffnung vermittelt. Durchaus empfehlenswert.
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alice