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Ein Fall für Arno Bussi. Ein Krimi aus Tirol
Die Toten vom Lärchensee

Auflage: 3. Aufl.

Taschenbuch

320 Seiten; 1 Ortsplan s/w; 190 mm x 141 mm

2020 Kiepenheuer & Witsch

ISBN 978-3-462-05320-3

€ 11,40 (incl. MWSt.)
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Besprechung
"'Die Toten vom Lärchensee' ist ein wunderbarer Wohlfühlkrimi mit einem Inspektor, den man sofort ins Herz schließt." Cathrin Brackmann WDR 20200421

Langtext
Bussi auf dem See: ein eiskalter Fall im brandheißen Tirol.
Mitten in der Hitzewelle des Jahrhunderts soll Arno Bussi einen Mord aufklären, der sich schon vor fünf Jahren am idyllischen Tiroler Lärchensee ereignet hat. Damals ertrank der Seewirt, nachdem er betäubt ins Wasser geworfen wurde. Die Polizei tappte im Dunkeln. Jetzt will Innenminister Qualtinger endlich Resultate sehen und schickt seinen "Spezialfreund", Inspektor Arno Bussi, nach Tirol. Als dort ein weiterer Einwohner stirbt, wird aus dem kalten Fall ein brandheißer, und der Arno ahnt: Will er dem Mörder auf die Schliche kommen, muss er zuerst das Rätsel vom Lärchensee lösen ...

Fischler, Joe
Joe Fischler, geboren 1975 in Innsbruck, arbeitete nach einem Studium der Rechtswissenschaften einige Jahre im Bankwesen. 2007 machte er sich als Blogger und Autor selbstständig. Mit »Veilchens Winter«, dem ersten Teil seiner Reihe rund um Valerie »Veilchen« Mauser, legte Fischler 2015 ein fulminantes Debüt als Krimiautor vor. »Die Toten vom Lärchensee« ist der zweite Teil seiner Krimireihe rund um den so liebenswerten wie stets unglücklich verliebten Inspektor Bussi. Der passionierte Bergwanderer Fischler lebt in Tirol.


Inspektor Bussi ist wieder da! 03. Mai 2020
Kaum ist Inspektor Arno Bussi nach erfolgreichen Ermittlungen aus Tirol zurück in Wien, schickt ihn Innenminister Qualtinger zurück in seine alte Heimat, diesmal in den kleinen Ort Stubenwald am Lärchensee. Hier ertrank vor 5 Jahren der Seewirt Sebastian Baldauf, nachdem man ihn betäubt und ins Wasser geworfen hatte. Als nun wieder ein Bewohner des Örtchens stirbt, wird aus dem Cold Case ein aktueller Fall und Bussi ist sich sicher, dass beide Fälle irgendwie zusammenhängen.

Seit ich mit Inspektor Arno Bussi bei ?Der Tote im Schnitzelparadies? ermittelt habe, habe ich diesen unkonventionellen Ermittler mit seinen manchmal etwas seltsamen Methoden ins Herz geschlossen. So musste ich ganz einfach mit ihm nun zum idyllischen Tiroler Lärchensee reisen um nach 5 Jahren dort einen Mord aufzuklären. Leider hat Arno auch am Lärchensee in Sachen Liebe wieder mal kein Glück, tritt aber, so wie ich ihn kenne, treffsicher in jedes Fettnäpfchen.

Damit ich auch weiß, wo ich in diesem Fall ermittle, finde ich zu Beginn der Geschichte einen Ortsplan von Stubenwald.
Hier treffe ich auf eine sehr ehrgeizige Bürgermeisterin; den alten schweigsamen Polizisten Bernhard Franz mit seinem Lawinenhund, der auch seinen Namen trägt: Bernhardiner Bernhard; einen Bauunternehmer, der immer von seinen beiden Bodyguards begleitet wird; eine engagierte Umweltaktivistin und das Bäckerehepaar Baldauf, bei den ich eine hervorragende Topfentorte bekomme. Der ertrunkene Sebastian Baldauf war der Bruder des Bäckermeisters.

Der Fall an sich geht etwas langsam voran, da die Spuren und Hinweise nach 5 Jahren nicht mehr so üppig sind. Trotzdem liest sich auch die erste Hälfte des Buches gerade wegen seiner humorigen Einlagen und dem Tiroler Charme recht flott und leicht weg. Immer wieder habe ich schmunzeln müssen. Auch wenn manches einfach grotesk anmutet ? mein Kopfkino hat sich gefreut so gefordert zu werden. Alles deutet darauf hin, dass sowohl der Cold Case, als auch die weiteren Morde mit dem Projekt ?Chaletdorf? in Verbindung stehen, die Arthur Aschenwald rund um den idyllischen See errichten will. Joe Fischler hat es sehr gut verstanden ein Problem unserer Zeit ? die Umweltzerstörung durch Zweitwohnsitze und Touristenzentren - in diesem Krimi aufzuarbeiten. Auch die österreichische Politik spielt eine Rolle.

Der Tiroler Flair kommt durch die Beschreibung von Land und Leuten, Flora und Fauna und den hier und da eingestreuten dialektischen Worten sehr gut heraus. Trotzdem ist es für mich kein Regionalkrimi.

Wer nicht ganz ernstgemeinte, eher humoristische Krimis mit regionalem Flair mag, der ist hier genau richtig. Inspektor Bussi darf gerne bald wieder einen neuen Fall in den Tiroler Bergen zugeteilt bekommen. Dann bin ich wieder dabei.
Arno Bussi ermittelt wieder 08. April 2020
von A. J.
Das lange warten hat ein Ende. Heute erscheint ?Die Toten vom Lärchensee? von Joe Fischler, der zweite Fall für Arno Bussi. Arno Bussi wird erneut von Wien nach Stubenwald in Tirol beordert. Er soll dort in einem fünf Jahre alten Cold Case ermitteln. Schon bald befindet er sich mitten in den Ermittlungen, als ein weiterer Mord geschieht, der in Zusammenhang mit den geplanten Alpen-Chalets am Lärchensee stehen könnte. Als wäre die Mordermittlung noch nicht genug, muss er verhindern, dass sich die Einheimischen gegenseitig an die Gurgel gehen, entdeckt auch die eine oder andere Liebelei und erlebt auch selbst, im wahrsten Sinne des Wortes, eine heiße Nacht. Doch je widriger die Umstände, umso engagierter ist Arno und so löst er auch diesen Fall im handumdrehen. Für den Leser leider viel zu früh. Der Krimi steht dem ersten Teil der Reihe, ?Der Tote im Schnitzelparadies? um nichts nach und war meines erachtens etwas realistischer als sein Vorgänger. Ein sehr lockerer und unterhaltsamer Tirolkrimi. Ich bin schon gespannt auf Teil drei.
Lokalkolorit und Spannung sind gut ausgewogen 08. April 2020
von Gudrun
Das Cover ist hervorragend gelungen. Da ist auf den ersten Blick schon der zweideutige Humor des Autors erkennbar.

Der Schreibstil ist locker-flockig und lässt sich flüssig lesen.
Die Spannung, die sich nach und nach aufbaut, ist gut gelungen.
Die Charaktere mit ihren Ecken und Kanten konnte ich mir gut vorstellen. Hier tritt auch zutage, welche Vorlieben der Autor so an den Tag legt, denn die Beschreibung gewisser Damen lässt da doch keinen anderen Schluss zu, oder....; D

Der Humor, der die unterschiedlichsten Nuancen abdeckt, ist ganz okay, aber, er kommt mir von der Menge her dann doch etwas zu "gewollt" rüber. Hier verliert sich etwas die Ungezwungenheit. Da denke ich: "Weniger ist oft mehr".
Das Lokalkolorit lässt den Leser an Ort und Stelle verweilen.

Mein Fazit: Lokalkolorit und Spannung sind gut ausgewogen

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alice