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Roman
Der Trafikant

Auflage: 33., Neuausg.

Taschenbuch

256 Seiten; 186 mm x 116 mm

2017 Kein & Aber

ISBN 978-3-0369-5909-2

€ 12,40 (incl. MWSt.)
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Langtext
Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel verlässt sein Heimatdorf, um in Wien als Lehrling in einer Trafik - einem kleinen Tabak- und Zeitungsgeschäft - sein Glück zu suchen. Dort begegnet er eines Tages dem Stammkunden Sigmund Freud und ist sofort fasziniert von ihm. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden unterschiedlichen Männern. Als sich Franz kurz darauf Hals über Kopf in die Varietétänzerin Anezka verliebt, sucht er bei dem alten Professor Rat. Dabei stellt sich jedoch schnell heraus, dass dem weltbekannten Psychoanalytiker das weibliche Geschlecht ein mindestens ebenso großes Rätsel ist wie Franz. Ohnmächtig fühlen sich beide auch angesichts der sich dramatisch zuspitzenden politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse. Und schon bald werden Franz, Freud und Anezka jäh vom Strudel der Ereignisse mitgerissen.

Seethaler, Robert
Robert Seethaler, 1966 in Wien geboren, wurde 2007 für seinen Roman »Die Biene und der Kurt« mit dem Debütpreis des Buddenbrookhauses ausgezeichnet. Er erhielt zahlreiche Stipendien, darunter das Alfred-Döblin Stipendium der Akademie der Künste. Der Film nach seinem Drehbuch »Die zweite Frau« wurde mehrfach ausgezeichnet und lief auf verschiedenen internationalen Filmfestivals. 2008 erschien sein zweiter Roman »Die weiteren Aussichten«. »Jetzt wirds ernst« wurde 2010 veröffentlicht, darauf folgte 2012 der Bestseller »Der Trafikant«. Robert Seethaler lebt und schreibt in Wien und Berlin.


Ein naiver Landjunge im Wien der Vorkriegszeit 09. November 2016

Der junge Franz hat bisher ein unbeschwertes Leben geführt, das ihm seine Mutter durch das Verhältnis mit dem reichen Herrn Preininger ermöglicht hat. Als dieser stirbt, verlässt der 17-jährige sein Heimatdorf im Salzkammergut und nimmt 1937 in Wien die Lehrstelle bei einem kriegsversehrten Trafikanten an.
Einer der Stammkunden ist Sigmund Freud, der es dem jungen Mann angetan hat. Franz versucht, mit dem berühmten Professor ins Gespräch zu kommen.
Doch der damals immer stärker werdende Judenhass bringt Unglück über den Trafikanten und seinen Lehrling.
Die Geschichte des jungen Franz ist subtil eingebettet in ein historisches Gemälde der Vorkriegs- und Kriegszeit Wiens mit seinen Auswüchsen und Grausamkeiten.
Ein Buch von einem Buch! 30. April 2015
Ein Buch von einem Buch! Tolle Atmosphäre, trotz der Dramatik unterhaltsam und die Idee, Sigmund Freud so in ein Buch zu integrieren ist genial!
Kein Wunder, dass Robert Seethaler damit durchgestartet ist!
Alltag zu unmenschlichen Zeiten 21. August 2014
Die Geschichte führt uns zurück in die 1930er Jahre, also in die Zeit kurz vor bzw. zu Beginn der NS-Herrschaft in Österreich, und gewährt dabei viele interessante, historische Einblicke in den Alltag der Zwischenkriegszeit. Außerdem lässt uns Robert Seethaler das psychologische Urgestein Sigmund Freud privat kennenlernen. Und dennoch legt er das Hauptaugenmerk auf die erste Liebe des 17-jährigen Franz Huchel, der von seiner Mutter nach Wien geschickt wird, um eine Lehre als Trafikant anzutreten.

Es beeindruckt, wie sehr der Protagonist mit sich selbst beschäftigt ist, sodass die politischen Ereignisse anfangs immer wieder in den Hintergrund treten, und wie sehr die Diktatur dann doch sein Leben beeinflusst.
Nicht zuletzt macht die schöne Sprache, die auch noch voll von gewitzten Bildern ist, den Roman zu einem wahren Lesegenuss!


Ulrike Gärtner
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alice