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Roman
Das Genie

Auflage: 2. Aufl.

Hardcover

656 Seiten; 189 mm x 128 mm

2017 Diogenes

ISBN 978-3-257-06998-3

€ 25,70 (incl. MWSt.)
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Langtext
Boston, 1910. Der elfjährige William James Sidis wird von der amerikanischen Presse als "Wunderjunge von Harvard" gefeiert. Sein Vater Boris, ein bekannter Psychologe mit dem brennenden Ehrgeiz, die Welt durch Bildung zu verbessern, triumphiert. Er hat William von Geburt an mit einem speziellen Lernprogramm trainiert. Durch Anwendung der Sidis-Methode könnten alle Kinder die gleichen Fähigkeiten entwickeln wie sein Sohn, behauptet er. Doch als William erwachsen wird, bricht er mit seinen Eltern und seiner Vergangenheit. Er weigert sich, seine Intelligenz einer Gesellschaft zur Ver fügung zu stellen, die von Ausbeutung, Profitsucht und Militärgewalt beherrscht wird. Stattdessen versucht er, sein Leben nach eigenen Vorstel lungen zu gestalten - mit aller Konsequenz.


Die zerstörerische Diktatur der Vernunft 08. Februar 2018
Was passiert, wenn ein Mensch sich aus geistiger Enge, tiefer Armut und politischer Rechtlosigkeit befreit und ein neues Leben nach den entgegengesetzten Vorstellungen aufbauen will ? und zwar ausschließlich nach diesen? Ein solches Experiment hat der aus der Ukraine geflüchtete Jude und spätere Psychologe Boris Sidis in den USA unternommen: Von Geburt an wird sein Sohn William James Sidis zu Wissen und Vernunft erzogen, auf allen Gebieten und mit einer Konsequenz, die für Gefühl und mitmenschliches Verständnis, also für Kompromisse keinen Raum lässt. Als Wunderkind heimst die nach einem historischen Vorbild gestaltete Titelfigur zunächst einen Erfolg nach dem anderen ein; aber sobald der Bonus der Kindlichkeit nicht mehr wirkt, wird die beherrschende Rationalität des William James Sidis zum Störfaktor auf allen Gebieten des Lebens: Beziehungen der Kollegialität, der Liebe und der Freundschaft lassen sich aus der Geistesverfassung des genialen Mathematikers heraus nicht aufbauen, und das Genie wird mehr und mehr zum gesellschaftlichen Außenseiter, der verarmt und verwahrlost nur noch als Querulant wahrgenommen wird. In zwei Weltkriegen trägt sein bedingungsloser Pazifismus zu seinem Abstieg bei, und das Exempel ist mit seinem einsamen Tod statuiert: Wie zu erwarten, scheitert die Verabsolutierung der Vernunft. Dieser Prozess ist bis hin zur Vision des Genies im Augenblick des Todes einfühlsam und plastisch erzählt; dennoch fehlen dem historischen Sujet aus dem 20. Jahrhundert nach über zweihundert Jahren Kritik der Aufklärung die Spannung und Unvorhersehbarkeit eines offenen ? modernen ? Schicksals.
Aufregend! 11. Januar 2018
Boris Siddis, ein junger Mann aus der Ukraine, kommt 1887 mittelos nach Amerika, arbeitet als Hilfsarbeiter und verbringt den Rest der Zeit in Bibliotheken. Sein Wissen ist so enorm, dass er in Harvard aufgenommen und ein bekannter Psychologe wird. Er heiratet Sarah und sie bekommen einen Sohn, William. Von Geburt an wendet Boris an seinem Sohn die von ihm erfundene Methode, wonach man aus jedem Kind ein Genie machen könne an und sein Plan geht auf. Mit zwei Jahren kann William die Zeitung lesen, mit fünf spricht er mehrere Sprachen, für die Grundschule braucht er ein Jahr, kommt mitt acht Jahren auf die High School und mit elf Jahren nach Harvard. Er ist weltberühmt und sein Vater triumphiert, ist sein Sohn doch der Beweis, dass seine Methode funktionkert. Doch Williams Leben besteht nur aus Anhäufung von Wissen, er hat keine persönlichen Kontakte, trennt sich von seinen Eltern und lebt in billigen Unterkünften, ist ungepflegt und unnahbar. Wegen seines absonderlichen Verhaltens wird ihm nun der Zugang zu den Universitäten verweigert. Als Versicherungsangestellter und als Strassenbahnschaffner findet er sein Auskommen. Die wahre Geschichte eines Genies, aufregend zu lesen, auch wenn sie manchmal Gänsehaut verursacht.
Gleich drei Genies 10. Januar 2018
Ein Genie ist laut Wikipedia eine Person mit überragend schöpferischer Geisteskraft. Klaus Cäsar Zehrer erzählt die wahre Geschichte gleich zweier Genies - jene von Boris Sidis, der aus der Ukraine flieht, nach New York auswandert und in den USA eine unglaubliche Karriere als Psychologe macht. Und jene seines Sohnes William James Sidis, den er durch eine selbst entwickelte Methode zum Genie heranbilden will. Auch wenn der Sohn letztlich gegen den Vater revoltiert, so sind sich beide in ihrer Unbeugsamkeit gegenüber den herrschenden Systemen ähnlich. Nach den Kriterien des Mainstreams scheitern sie zwar, doch bleiben sie sich selbst und ihren Überzeugungen treu. Zehrer ist ein exzellent recherchierter und durch die Vielzahl einprägsamer Charaktere und Schauplätze kurzweiliger Debütroman gelungen, womit sich der Autor als drittes Genie im Bunde erweist.

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alice