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Roman
Patria
übersetzt von: Willi Zurbrüggen

Auflage: 4. Aufl.

Hardcover

768 Seiten; 220 mm x 152 mm

2018 Rowohlt, Reinbek

ISBN 978-3-498-00102-5

€ 25,70 (incl. MWSt.)
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Besprechung
'Patria' ist ein mitreißender, spannender und lebenspraller Gesellschafts- und Familienroman. Deutschlandfunk Kultur

Langtext
"Patria" heißt Vaterland, Heimat. Aber was ist Heimat? Die beiden Frauen und ihre Familie, um die es in Fernando Aramburus von der Kritik gefeierten und mit den größten spanischen Literaturpreisen ausgezeichneten Roman geht, sehen ihre Heimat mit verschiedenen Augen.
Bittori sitzt am Grab ihres Mannes Txato, der vor über zwanzig Jahren von Terroristen erschossen wurde. Sie erzählt ihm, dass sie beschlossen hat, in das Haus, in dem sie wohnten, zurückzukehren. Denn sie will herausfinden, was damals wirklich geschehen ist, und wieder unter denen leben, die einst schweigend zugesehen hatten, wie ihre Familie ausgegrenzt wurde. Das Auftauchen von Bittori beendet schlagartig die vermeintliche Ruhe im Dorf. Vor allem die Nachbarin Miren, damals ihre beste Freundin, heute Mutter eines Sohnes, der als Terrorist in Haft sitzt, zeigt sich alarmiert. Dass Mirens Sohn etwas mit dem Tod ihres Mannes zu tun hat, ist Bittoris schlimmste Befürchtung. Die beiden Frauen gehen sich aus dem Weg, doch irgendwann lässt sich die lange erwartete Begegnung nicht mehr vermeiden...
Ein Bestseller in Spanien, monatelang auf Platz 1 der Bestsellerliste, ein epochemachender Roman über Schuld und Vergebung, Freundschaft und Liebe, der zeigt, wie Terrorismus den inneren Kern einer Gemeinschaft angreift und wie lange es dauert, bis die Menschen wieder zueinander finden.

Aramburu, Fernando
Fernando Aramburu wurde 1959 in San Sebastián im Baskenland geboren. Seit Mitte der achtziger Jahre lebt er in Hannover. Für seine Romane wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Premio Vargas Llosa, Premio Biblioteca Breve, Premio Euskadi, und zuletzt, für "Patria", mit dem Premio Nacional de la Crítica 2017, dem bedeutendsten spanischen Literaturpreis, dem Premio Nacional de Narrativa 2017und mit dem Premio Strega Europeo 2018.

Zurbrüggen, Willi
Willi Zurbrüggen, geboren 1949 in Borghorst, Westfalen. Er übersetzte u. a. Antonio Muñoz Molina, Luis Sepúlveda und Rolando Villazón aus dem Spanischen. Ausgezeichnet mit dem Übersetzerpreis des spanischen Kulturministeriums und dem Jane-Scatcherd-Preis.

Tragische Baskische Familengeschichte 12. September 2018
von PFIFF

In einem baskischen Dorf wird ein Familienvater, Ehemann und Arbeitgeber auf offener Straße erschossen. Mitglieder der ETA sind dafür verantwortlich, sogar der Sohn der befreundeten Nachbarfamilie.
Nichts ist mehr so, wie es vorher war. Geschwister streiten, verlassen ihre Familien und versuchen das Schreckliche zu vergessen. Aber sie können es nur verdrängen und sind gezeichnet von der sinnlosen Gewalt, die zwischen den baskischen Fanatikern und den Spaniern herrrscht.
Aramburu versteht es, den Leser hineinzuziehen in die Geschichte, die so geschehen sein könnte. Man begreift, wie die Jugendlichen hineingeraten in da Netz aus Hass und Gewalttätigkeit.
Freundschaften und Familien brechen auseinander und leiden unter dem Verlust geliebter Menschen, sei es durch Mord oder lange Gefängnisstrafen.
Die Frauen sind einerseits verbittert, andrerseits versuchen sie, wieder Frieden zu schaffen, um ihren Familien ein lebenswertes Leben zu ermöglichen.
Trotz der 750 Seiten spannend, so dass man nicht aufhören kann zu lesen und am Schluß fast enttäuscht ist, am Ende des Buches angekommen zu sein.
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alice