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Der andere Sohn
von Nick Alexander
Eine Frau sucht ihren Weg 20. Januar 2018
Dottie, die letzte und beste Freundin von Alice hat ihren Mann verlassen und ist in ihrer selbst gewählten Einsamkeit sehr glücklich. Auf der Fahrt zur Beerdigung eines alten Freundes und Arbeitskollegen von Ken macht sich Alice Gedanken über 50 Jahren Gleichgültigkeit, unsinnige Wutausbrüche, Schlägen und geistige Einsamkeit in ihrer Ehe. Was zu Beginn ihrer Bekanntschaft früher funkelnd und verlockend aussah, wirkt heute kalt, verstaubt und abgenutzt. Mutosigkeit tropft aus jeder Zeile. Alice ist erschöpft, ausgelaugt und zutiefst deprimiert. Bis sie beschließt, ihren Sohn Matt in Südfrankreich zu besuchen.

Durch die Erzählung der Geschichte in der Gegenwart bin ich noch näher an Alices Seite und noch tiefer im Geschehen drin. Alice ist eine Frau, deren Verhalten für mich nur schwer nachvollziehbar ist. Seit Jahren von ihrem Mann gedemütigt und geschlagen, verteidigt sie ihn immer wieder, sieht die Schuld meist bei sich selbst. Findet aber endlich den Mut Ken, erstmal für eine kurze Zeit, zu verlassen und ihren Sohn Matt, den sie sehr selten sieht, in Aix-en-Provence zu besuchen. Mir hat hier besonders die feinfühlige Art sehr gut gefallen, mit der Nick Alexander bzw. der Übersetzer Alex Wolf Alice in ihrem Kummer und ihrer Negativität beschreibt. Sehr schön finde ich die Entwicklung, die sie hier mitmacht.

Ich lerne Alice´ ganze Familie kennen. Aber besonders Natalja, die russische Frau von Tim kommt anfangs mit ihren Gefühlen und unergründlichen Launen, meistens schlechten, in einem sehr negativen Bild daher. Sie hat es in meinen Augen geschafft, dass die Söhne Alex und Boris genau so unzufrieden sind wie sie. Grund dafür sehe ich, und wenn Nat darüber nachdenkt selbst auch so gar keinen. Das Handwerk der Manipulation beherrscht sie hervorragend. Ich mochte sie nicht. Bis Alice auf der Flucht vor ihrem Mann bei ihrem Sohn bzw. ihrer Schwiegertochter Schutz sucht. Da kommt aufeinmal eine ganz andere Nat zum Vorschein. Lebendige, echte und vielschichtige Protagonisten bringen in die oft düstere Geschichte richtig Farbe.
Überhaupt leben die Personen mit denen ich es in England zutun habe irgendwie zwei Leben, haben sich eine Fassade aufgebaut. Ganz anders die Menschen in Südfrankreich. Sie sind offen und herzlich und bemüht, dass Alice endlich positive Seiten an ihrem Leben entdeckt.

Kein einfacher Familienroman, eher die Bewältigung von Lebensfragen. Ich habe meine Zeit gebraucht um mich auf das Buch, auf Fragen, die auch ich mir gestellt habe, und seine Menschen einlassen zu können. Aber ich habe es nicht bereut dran geblieben zu sein. Ein Roman, der die Hoffnung vermittelt, dass es nie zu spät ist, etwas an seinem Leben zu ändern.

Der Teufel im Bunde
von Felicity Green
Was damals wirklich geschah 20. Januar 2018
von renate
Im kleinen Dörfchen Tarbet in den schottischen Highlands, herrscht blankes Entsetzen. Im Thistle Inn wird eine junge Frau tot aufgefunden. Unter ihrem Kopf liegt aufgedeckt die Tarotkarte ,,Der Tod´´. Dass die Hausbesitzerin, die alte, schrullige Mrs MacDonald, spurlos verschwunden ist lässt nichts Gutes erahnen und die Verwirrung wird noch größer, da die verstorbene Unbekannte, der früheren, jungen Mrs Mac Donald aufs Haar gleicht.
Inspektor Kenna Maxwell muss sich gleich am ersten Tag in ihrem neuen Job mit diesem ungewöhnlichen Fall beschäftigen. Als ihr dementer Großvater Alasdair, ein ehemaliger Polizist von geheimnisvollen Todesfällen in Tarbet und Umgebung in den 1930er Jahren erzählt, wird Kenna hellhörig. Als sich auch noch die Privatdetektivin Abbey Fine einmischt und Nachforschungen anstellt, muss Kenna widerwillig zustimmen gemeinsam mit ihr auf Spurensuche zu gehen und ihre Reise führt sie immer tiefer in die Vergangenheit. Was dabei zu Tage kommt, ist für alle Beteiligte und vor allem für die Hexen im Hexenbund, ein Schritt in eine neue Zukunft.
,, Der Teufel im Bunde´´ von Felicity Green, ist bereits der 4. Band aus der HIGHLAND-HEXEN-KRIMI- Reihe. Das Gute daran ist, dass man ohne Vorkenntnisse problemlos in den Roman einsteigen kann. Man trifft zwar immer wieder auf alte Bekannte, aber das ist einfach ein angenehmer Nebeneffekt.
In diesem Band hat sich die Autorin etwas Ungewöhnliches einfallen lassen, in dem die Geschichte in zwei Erzählsträngen erzählt wird. In den 1930 er Jahren erfährt der Leser vieles über Maryanna, die für die weitere Geschichte von großer Bedeutung sein wird. Die Zeitsprünge, die oft vorkommen waren sehr spannend, aber auch ein wenig verwirrend, da bin ich dann doch manchmal mit der Handlung durcheinander gekommen. Das ist auch der einzige Grund, warum ich einen Stern als Abzug nehme.
Stück für Stück lässt Felicity Green den Leser an der geheimnisvollen Geschichte teilhaben und mit rätseln, wie das Verschwinden von Mrs Mc Donald zu erklären ist. Es ist ein interessanter, aber auch berührender Roman, den die Autorin in ihrer gewohnt flüssigen Art geschrieben hat. Sie bietet immer wieder Überraschungsmomente und bis zum Schluss darf man auf die spannende Auflösung warten.
Nach diesem Band beginnt eine neue Hexenära, die sicher wieder sehr spannend sein wird.

Schmerzflimmern Vol. 2
von Marc Kemper
Ein Zeitreise-Thriller der anderen Art - skurril, witzig, spannend, morbid, rasant, direkt, tiefsinnig. 19. Januar 2018
Das Ende ist nah!
Was wie das müde Mantra eines Weltuntergangstheoretikers klingt, ist für Gregor tägliche Routine: Bei bloßer Berührung muss er dem Tod eines Menschen in einer detaillierten Vision beiwohnen. Um dem Ursprung dieser Bürde auf den Grund zu gehen, begibt er sich auf die Suche nach seinem leiblichen Vater. Als unterdessen die Stadt von einem mysteriösen Anschlag heimgesucht wird, geht zunächst niemand von einem Zusammenhang aus. Zumindest nicht, bis Gregor selbst ins Fadenkreuz der Terroristen gerät ...(Klappentext)

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Dies ist der 2. Teil der Schmerzflimmern-Reihe und er schließt nahezu direkt an den 1. Teil "Schmerzflimmern" an. Obwohl meiner Meinung nach nicht unbedingt Vorkenntnisse von Nöten sind, würde ich doch empfehlen zuerst den 1. Teil zu lesen. Nur so kommt man in den absoluten Genuß dieses schrägen Fantasy-Thrillers.

"Er grunzte wütend, während sich seine Zähne in meine Handfläche bohrten. Eigentlich wurden Mitarbeiter der Suchtberatung angewiesen, ihren Patienten nicht die Hand zu geben..." (S. 5 / Beginn)

Auch in "Schmerzflimmern Vol. 2" begleiten wir wieder Gregor, der eine ganz besondere Gabe hat. Bei bloßer Berührung ist er beim Tod desjenigen hautnah mit dabei. Anders als angenommen sind die meisten Tode alles andere als 08/15 und manchmal an Skurrilität nicht zu überbieten. Somit hatte er aber schon genügend Gelegenheiten einen Blick in die Zukunft zu werfen, die für die Menschheit alles andere als rosig aussieht. Gregor selbst sieht diese Gabe eher als Fluch, da sich dadurch für ihn diverse zwischenmenschlichen Beziehungen zu einem Horrortrip gestalten.

"...Was definitiv ein Vorteil war, denn es machte eine Frau in meinen Augen deutlich attraktiver, wenn ich nicht jedes Mal eine Todesvision von ihrem hundert Jahre alten, faltigen Arsch erdulden muss, während sie mir einen runterholte." (S. 14)

Um endlich Klarheit über diesen Fluch zu erhalten, begibt sich Gregor auf die Suche nach seinem ihm unbekannten Vater. Doch dieser Trip entpuppt sich als Supergau schlechthin.
Nicht nur das seine Visionen nicht mehr das sind was sie einmal waren und sich auch das Auftauchen aus diesen Zeitreisen als kompliziert gestaltet, sondern, dass er in diesen Visionen plötzlich von einer mysteriösen Gestalt gesehen werden kann. Und genau diese ist dabei mehrere Anschläge zu verüben.
Wer ist diese Gestalt und was hat Gregor mit dieser zu schaffen und wie kann er sie aufhalten?
Und so beginnt der rasante Road Trip Gregors durch die Zeit.

Es ist schwer diesen Fantasy-Thriller mit nur wenigen Worten zu beschreiben, aber er ist definitiv skurril, spannend, rasant und so anders - auf jeden Fall mit nichts zu vergleichen.
Ebenso kann man diesen Roman nur schwer in eine Genre-Schublade pressen - Fantasy? definitiv, aber auch Pharma-Thriller und Dystopie. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass ebenso der Inhalt so viel mehr enthält als nur eine schräge Geschichte. Er ist z.B. gespickt mit makaberen und sarkastischem Humor.

"Ein beißender Gestank verbreitete sich in der Luft, durch die gerade halb verdaute Avocados, zerkaute Pommes aus Freilandhaltung und per Hand selektierte fairtrade-Reiskörner segelten [...] Zumindest achten Hipster darauf, was bei ihren Körpern rein und raus kam." (S. 76)

Es begegnen einem Skurrilitäten am laufenden Band, gleichzeitig ist der Plot rasant und spannend, manchmal auch brutal mit gleichzeitig morbiden Humor...

"Der Baumstamm begrub den armen Typen so ungünstig unter sich, dass dessen kompletter Hals und Unterkiefer vom Gewicht des Holzes zerquetscht wurden. Es wirkte wie ein fehlgeschlagener Versuch einen menschlichen PEZ-Spender zu erschaffen." (S. 27)

..und doch enthält die Geschichte so manches Tiefsinnige.

"..das Einsamkeit nicht zwangsläufig etwas schlechtes sein musste. Sie konnte auch dafür sorgen, dass wir die Schönheit in anderen Dingen besser zu schätzen wussten. Sie sorgte dafür, dass die Nachtluft besser duftet." (S. 15)

Der Schreibstil ist klar und flüssig und die Erzählweise rasant. Zudem gibt es bei Marc Kemper keine unwichtigen Erwähnungen oder Vorfälle. Jede noch so kleine Handlung, welche anfangs als unwichtig erscheint, oder nur als kurzes Randgeschehen stattfindet, trägt zum Verlauf der Geschichte bei und verläuft mit den größeren Handlungssträngen zu einem großen Ganzen. Einfach nur fix darüberlesen ist hier also nicht.

Mit dem Ende, zumindest mit einer Szene davon, bin ich jedoch alles andere als glücklich.
Die actionreiche Schlußszene wirkt nämlich für mich unglaubwürdig und zu aufgesetzt. Hier ist dann auf einmal alles too much und wirkt daher etwas unpassend zum restlichen Teil des Romans. Das ist aber Meckern auf hohen Niveau und fällt vermutlich nur jemandem auf, der im Berufsalltag mit chirurgischen Instrumenten zu tun hat.

Fazit:
Auch der 2. Teil von Schmerzflimmern ist facettenreich:
Skurrilität trifft auf morbiden Humor und tiefsinnige Gedanken. Fantasy trifft auf Thriller und spannender Plot auf rasanten Schreibstil.
Ein Road Trip nicht nur für den Hauptprotagonisten, sondern auch für den Leser, der erst daraus auftauchen will, wenn das Buch zu Ende ist (ich hab das Buch innerhalb weniger Stunden weginhaliert). Ein Muss für alle die 08/15 satt haben.
Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung!

© Pink Anemone

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