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Leben und Werk des Arztschriftstellers Christoph von Hellwig (1663-1721)
Wissenstransfer und Popularkultur in der Frühaufklärung

Hardcover

279 Seiten; 2 b/w ill.; 230 mm x 155 mm

2017 De Gruyter

ISBN 978-3-11-053461-0

€ 79,95 (incl. MWSt.)
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Kurztext / Annotation
Die Frühe Neuzeit hat in den Geschichts- und Kulturwissenschaften ein eigenes Profil gewonnen. Die Buchreihe Frühe Neuzeit dient der Grundlagenforschung in Gestalt von Editionen, Monographien und Sammelbänden. Sie strebt nicht die großräumige Überschau an, die vorschnelle Synthese oder prätentiöse Konstruktion, sondern nimmt den Umweg über die Arbeit am Detail und die Erkundung verschütteter Traditionszusammenhänge. Ein besonderer Akzent liegt auf Untersuchungen, welche die Grenzen der Fachdisziplin überschreiten.

Langtext
Der in Thüringen wirkende Arzt Christoph von Hellwig (1663-1721) hat zu Beginn des 18. Jahrhunderts ein inhaltlich und zahlenmäßig schwer überschaubares sachliterarisches Werk in den Bereichen Medizin, 'Physik', Alchemie, Pharmazie und Ökonomie veröffentlicht. Seine Schriften popularisierten akademisches Wissen für den 'gemeinen Mann', für angehende Mediziner und Apotheker und für die 'Curiosi'. Die vorliegende Studie ergänzt auf der Basis einer intensiven Textlektüre die Biographie des "Vielschreibers" Hellwig, beschreibt seine Strategien popularisierenden Wissenstransfers, verortet ihn bei Betrachtung von vier Vertretern der ihn maßgeblichen beeinflussenden medizinischen und philosophischen Konzepte (Spätparacelsismus, Lebensgeister-Medizin, praktische Alchemie) als Eklektiker, deduziert spezielle Formen frühneuzeitlicher Fachtexte (offene Form, additive Textkonstitution) und diskutiert Verfasserfragen, insbesondere die (vermeintlichen) Pseudonyme Valentin Kräutermann und Caspar Schröder. In einer umfassenden annotierten Bibliographie erschließt die Studie das Hellwig'sche und Pseudo-Hellwig'sche Werk.

Jürgen Strein, Buchen.

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alice